Therapie im Bewegungsapparat – Teil 2

Seminartitel: Therapie im Bewegungsapparat
Dozent: Thomas Meffert

Nachdem wir in Teil 1 den Becken- und Lendenbereich thematisiert hatten, ging es in Teil 2 um den vorderen Bereich beim Pferd, also die Brust- und Halswirbelsäule.

Verspannungen im muskulären Bereich der Vorhand führen durchaus zu Huf-Fehlstellungen:

Zehenenge Stellung durch Blockade in der Hals-und/ oder Brustwirbelsäule/ im CTÜ
Beide Zehen weisen nach innen. Halswirbelsäule und CTÜ (Übergang von der Brust- zur Halswirbelsäule, meist der 6. und 7. Halswirbel) sind aus der Statik. Über den Plexus cervicobrachialis kann die Verspannung der Muskeln gelöst werden.

Wieder hatten wir mit den Pferden des Weilborner Hofs dankbare Patienten.

Mit der Matrix testeten wir die Mobilität, so zum Beispiel mit dem Vorhandpendeln bei gleichzeitiger Beweglichkeit des Halses. Schleift das Pferd mit den Vorderhufen? Tickt es leicht auf der einen oder anderen Seite? Ist die Muskulatur im Brustbereich hart oder warm?

Durch Stimulation des Plexus cervicobrachialis konnte eine Verbesserung herbei geführt werden. Einige Pferde wehrten sich anfangs durch Kopfschlagen oder weglaufen. Ausnahmslos alle nahmen die Behandlung aber an und senkten in der Folge den Hals und entspannten.

der Plexus cervicobrachialis befindet sich rechts und links am Übergang vom Hals zur Brust etwa eine Handbreit über de, Buggelenk

Ebenso können durch diese sehr sanfte „Behandlung“ aufgeregte Pferde beruhigt werden. Je nach Temeprament des Pferdes dauert es ein paar Minuten (mehr). Dies zu wissen ist in angespannten Situationen (Tierarzt, verladen etc.) für den Pferdehalter vielleicht interessant.

Fazit des zweiten Teils:

  • insbesondere die beruhigende Wirkung durch Stimulation des Plexus cervicobrachialis war sehr aufschlussreich
  • Huf-Fehlstellungen entstehen nicht nur durch falsche Hufbearbeitung und können eben auch nicht nur durch gute Hufbearbeitung behoben werden

Teil 1 – Teil 3