Paddock befestigen

Winterzeit, Matschzeit, hier kommt ein Tipp, wie man den Paddock befestigen und gleichzeitig etwas für die Hufe tun kann.

Der Mutterboden einer kleinen Koppel wird völlig entfernt und abgefahren; danach wird die gesamte Fläche mit Wegekies, also unterschiedlich großen, eckigen Kieselsteinen, aufgefüllt und anschliessend mit einem geeigneten Fahrzeug wie Rüttler oder Planier-Raupe verdichtet.

Das Gute an der Geschichte ist, dass in vielen Fällen die Erde beim Bauunternehmer gegen den Kies ausgetauscht werden kann, so dass nichts dafür bezahlt werden muss. Tatsächlich ist in manchen Bundesländern noch Geld herauszuholen, da Muttererde oft teurer ist als Wegekies. Damit sich die Erde der umliegenden Koppeln nicht mit dem neuen Kies vermischen kann, sollten die Paddocks mit Rundhölzern von etwa 20cm Durchmesser eingefasst werden.

Wegekies als Paddock Befestigung
©️ Jörg Weber, www.paddock-trail.de

Nach einigen Jahren sind die Paddocks zum Teil so eben, dass man sie fegen könnte. Barhuf laufenden Pferden kommt dieser Boden besonders entgegen: Denn durch die unterschiedliche Oberfläche der so geschaffenen Böden (Gummimatten im Stall, Sand-Reitplatz, Graskoppeln, Asphalt und Natur-Kies- Paddock) werden die Hufe innerhalb eines Jahres bombig hart.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Abmisten, weil immer wieder Steine im Stallboy landen, löst sich auch dieses Problem: Die meisten Steine sind festgetreten, die Großen liegen im Laufe der Zeit am Rand. Ausserdem ist durch den Naturboden gewährleistet, dass das Regenwasser sofort versickert und die Pferde natürlich nicht mehr im Matsch stehen.